Babyschwimmen

BabyschwimmenWie zu so vielen, wenn nicht sogar allen, Dingen im Leben gibt es auch zum Babyschwimmen die unterschiedlichsten Meinungen und Ansichten. Ich muss gestehen, ich hatte mir aber bis zum tatsächlichen Beginn unseres Kurses nicht allzu viele Gedanken darüber gemacht. Ich wollte mit demMax zum Babyschwimmen gehen und Punkt. Na gut, vielleicht gab es da doch noch mehr Gedanken dazu und vor allem aber diese kleine, versteckte Sorge vor dem kindlichen Ertrinken.

Ich zähle mich zur Kategorie „Wasserratte von Kindesbeinen an“ und konnte selbst nur schwer von meinen Eltern von unterschiedlichsten Gewässern und Wasserquellen ferngehalten werden. Schon allein diese Freude am Element Wasser wollte ich demMax auch mit auf den Weg geben. Aber ebenso das Gefühl für das Wasser, ich wollte das es ihm nicht fremd ist und er sich „sicher“ bewegen kann darin. Außerdem wollte ich mich mit ihm gemeinsam gut fühlen im Wasser und eine Idee davon bekommen, was ich alles mit ihm im Wasser tun kann. Und Dank einer guten Freundin, deren Sohn zwei Monate älter ist als derMax, kam noch ein weiterer Grund dazu. Es hilft einem auch als Mama, wenn man einen Fixtermin in der Woche hat, wo man ein wenig rauskommt aus dem Alltagstrott. Und wenn man so wie ich das Glück hat das auch noch mit einer Freundin gemeinsam machen zu können, dann muss man schon mit festhalten das Babyschwimmen also auch der Mama-Seele gut tut. 🙂 Und weil ich es sooft als Gegenargument zu hören bekomme. Ja, die Gesangseinlagen am Beginn, dazwischen und am Ende sind… nennen wir es gewöhnungsbedürftig. Aber letztlich geht es doch um unsere Babies und Kinder und denen gefällt es durch die Bank.

DerMax mochte das Babyschwimmen jedenfalls von Anfang an. Aber es gab durchaus auch bei ihm Tage, an denen die Frustrationstoleranz mal größer und mal kleiner war. -Ich kann nur sagen, Schwimmscheiben sind ganz bestimmt eine wertvolle Erfindung, aber derMax hat eine gewisse Abneigung gegen diese Dinger und deshalb kürzen wir sie heute noch hin und wieder mit „SchSchSch“ ab. Und das viele Warten beim „großen Fototermin“ fand er auch blöd. Diese Kurseinheit war für uns dann übrigens deshalb verfrüht beendet, weil sein Protest wegen des langen Wartens jäh von der Schwimmlehrerin unterbrochen wurde, die ihn sich für das Unterwasserfoto schnappte und untertauchte. -Ich glaub, ich hab denMax noch nie so empört erlebt wie damals. Verständlicherweise muss ich sagen, aber nichts was nicht Milch am Ende wieder richten konnte. 😉

Dank fehlender Vorab-Recherche, begriff ich natürlich auch erst während dem Kurs den allergrößten Mehrwert. Denn langfristig gesehen ist es das Ziel des Babyschwimmens, dass sich Kinder im Notfall selbst „retten“ können. Ich konnte mir darunter zunächst nicht wirklich viel konkretes vorstellen. Wenn man aber bedenkt, dass Babies und Kinder durch das regelmäßige und geführte Tauchen in den Kursen, nicht verlernen sofort die Luft anzuhalten und zudem die Orientierung unter Wasser behalten, macht man sich gedanklich schon auf den richtigen Weg des Verstehens.

Zum kindlichen Ertrinken braucht es nicht viel. Es genügt eigentlich schon eine tiefere Lacke, denn der Kopf ist lange Zeit der schwerste Körperteil des Kindes und gerade sehr junge Kinder würden es alleine nicht schaffen, den Kopf aus dem Wasser zu heben. Das wohl grausamste Detail des kindlichen Ertrinkens ist wohl aber das es leise passiert und schnell. Und hier bin ich bei einer kurzen Geschichte aus unserem Alltag. Wir waren mit demMax übers Wochenende weg und hatten den Badesitz natürlich nicht dabei. Während dem Baden fing derMax dann an, in der Wanne zu spielen und zu krabbeln. Irgendwann rutschte er kurz aus und geriet mit dem Kopf bäuchlings unter Wasser. So schnell konnte ich gar nicht helfen, hatte er sich schon über die Seite auf den Rücken gedreht und strahlte mich an. Und ich bin mir bis heute nicht sicher, ob er das auch ohne Babyschwimmen so gemacht hätte.

Kurzum: Wir starten in Kürze mit Babyschwimmkurs Nummer 2. Und wie ist das bei euch so? Wie steht ihr zum Thema Babyschwimmen?

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