die günstige Version vom ersten Geburtstag

Kinderspielraum1Wenn Mama öfters Mal einen Blick auf Seiten wie Instagram oder Pinterest wirft, werden ihr die vielen superperfekten Ideen und Eindrück aus dem Leben und Feiern anderer nicht entgehen. Natürlich hole auch ich mir da oft Ideen und Inspirationen, träume vor mich hin wie perfekt ich dies oder jenes nicht machen und vorbereiten könnte. Und dann schlägt die Realität zu. Es fehlt mir dafür die Zeit. Die Muse. Das Geld. Ich skizziere das jetzt gerne am Beispiel des ersten Maximilianischen Geburtstags.Ich habe ja schon einen ersten Einblick in unser Vorbereitungschaos und die Tortenrettung in letzter Minute gegeben. Jetzt möchte ich aber auch noch die Gelegenheit nutzen, um auch anderen Eltern Mut zu machen, die Kirche im Dorf zu lassen bzw. sie wieder dorthin zurück zu holen. 😉
Der erste Geburtstag ist etwas besonderes. Darüber braucht man gar nicht diskutieren. Vor allem für die Eltern. Ich selbst habe bereits Tage vor dem eigentlichen Tag damit verbracht mir wieder in Erinnerung zu rufen wie die Schwangerschaft und vor allem die letzten Tage davon verlaufen sind. Immer wieder habe ich mich dabei ertappt, wie ich versucht habe Gedankenversunken die einzelnen Tage und Stunden zu rekonstruieren. Unglaublich! Es kommt mir noch immer vor, als ob das erst ein-zwei Monate her ist. Und dann seh ich meinen Buben an und seh ein lustiges, lausbubiges KLEINKIND und kein zufrieden schlummerndes Baby mehr. Minimilian ist also zu Midimilian geworden. Und ja, das wurde gefeiert.

Ich wollte eine Feier die gemütlich ist, bei der sich alle Gäste wohlfühlen und gut unterhalten, die in der Vorbereitung wenig Aufwand bedeutet und beim Wegräumen erst recht und die noch dazu kein allzu großes Loch ins zweite Karenzjahrbudget reißt. Ich entschied mich also dazu, aus wenig mehr zu machen. Und nachdem wir nicht eine Woche lang immer wieder aufs Neue feiern wollten, einigten wir uns auf eine „größere“ Feier. Mit unserer „Location“ hatten wir Glück, denn in unserem Wohnhaus gibt es einen etwa 60qm Kinderspielraum, der auch noch einen direkt Zugang zum Innenhof (mit Rutsche, Sandkiste und noch nicht geeigneter Schaukel) hat.  Außerdem wollten wir es für denMax gemütlich haben. Er und seine Freunde sollten herumwuseln und spielen können. Und wir wussten, wenn es demMax zu viel werden sollte, kann einer von uns sofort mit ihm in die Wohnung gehen.

Ein bissl „abgefeiert“ und kahl ist er jedenfalls der Kinderspielraum. Aber das gab mir relativ viele Kinderspielraum2Gestaltungsmöglichkeiten. Ich entschied mich, Teile der Taufdeko wieder zu verwenden. Also spannte ich die genähte Wimpelkette kreuz und quer durch den Raum, stellte die selbstgebastelten Schwemmholzschiffchen auf die Fensterbänke, ein paar recycelt-dekorierte Gläser mit Lavendel auf den Tisch und versuchte mit weißen Tischtüchern, die ich versteckt an die Wände klebte ein wenig den Hall zu nehmen. Mit der Langbank trennte ich optisch den Krabbelkinderspielbereich ab, den ich mit allerlei Spielzeug von demMax befüllte. Neu gekauft wurden für die Deko lediglich ein 1er-Luftballon mit Helium gefüllt, drei lustige Plastiktischtücher die ab jetzt als Bastelunterlage verwendet werden und eine „Monatsgirlande“ aus Karton, da konnte ich für jedes Monat ein Foto aufkleben. Das wars mit der Deko.

Nebst der Torte gab es selbst gemachte Aufstriche, Falafel und Hummus und diverse Getränke. Und damit sich die Arbeit danach in Grenzen hielt nahm ich recyclebares Einweggeschirr in allen Farben und Formen. Ich würde es wieder so machen. Sicher, ein super-stylischer Raum mit herrlichster Detailgenauer Deko wäre natürlich auch für mich ein optisches Träumchen… Aber wie bereits erwähnt… Die Frage ist doch worum geht es und was ist für das Geburtstagskind am Besten. Und für das Geldtascherl. 😉

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