erster Geburtstag mit Cut und Torte

Ähm. Nein, ich meine mit „Cut“ nicht den superschicken Anzug für Männer. Ich meine tatsächlich eine wunderbare Platzwunde. Die dann im Endeffekt sogar geklebt wurde. Ich habe denMax ja noch immer im Verdacht, dass er einfach besonders cool vor seinen Mini-Freunden dastehen wollte. Aber bestätigen konnte er es mir bisher noch nicht. Warum bloß? Der Bub ist ja jetzt immerhin schon ein Jahr alt, da wird er jetzt ja wohl reden und laufen können!?Ich kann an dieser Stelle beruhigen und sagen: Nein, das kann er beides noch immer nicht. Und für mich ist das auch voll ok. Wie das andere sehen weiß ich nicht. DerMax ist glücklich und zufrieden, steht immer wieder mal Sekunden lang ohne Anhalten da, hantelt sich von einer Tischseite zur nächsten, macht mit dem Lauflernwagerl die Wohnung unsicher und auf allen Vieren erst recht. Was mich wieder zurück zum Cut bringt.

Wir wollten den ersten Geburtstag natürlich feiern und hatten uns dazu entschieden, das nicht auf Etappen zu tun sonder mit einer „großen Feier“. Na gut, „groß“ ist relativ, wir haben es natürlich in einem angenehmen Rahmen gehalten. Dennoch ist dafür nicht weniger zum Vorbereiten gewesen. Praktischerweise war Tom am Tag vor dem Geburtstag zu Hause und so hatte ich eigentlich den glorreichen Plan, alles am Vortag vorzubereiten und herzurichten. Eigentlich. Hatte ich vor.

Tom stand am späten Vormittag in der Küche, um dankenswerterweise das Mittagessen für uns zuzubereiten. Und ich wuselte durch die Wohnung, um alles zusammen zu richten. Plötzlich hörte ich ein plumpsendes Geräusch, einen aufweinenden Buben und einen nicht ganz so cool gebliebenen Tom, der mit weinendem Kind im Arm sofort zu mir eilte. Und ich sah nur den zunächst roten Strich an der Augenbraue, der sich plötzlich anfing zu verflüssigen. DerMax wurde also flott ins Bad gebracht, so schnell es ging beruhigt und so gut es ging verarztet. -Kühlen der betroffenen Stelle gehörte übrigens nicht dazu.. Aber nicht weil ich darauf vergessen hatte. Ich bin mir mittlerweile fast sicher, dass es einfacher wäre einem frisch gefangenen Aal ein Kondom überzuziehen* als demMax eine Wunde zu kühlen. (*Ich bin übrigens gegen Tierversuche jeglicher Art. Hätte vielleicht jemand einen passenderen Vergleich für mich?)
Währenddessen erfuhr ich, dass derMax auf ein Stockerl geklettert war und mitsamt dem darauf befindlichen Ölkanister das Gleichgewicht verlor, rückwärts runterfiel und dieses unsägliche Ölding wohl auf ihn drauf. Nachdem sich derMax zum Glück rasch beruhigt hatte, er auch nicht bewusstlos war oder sonst einen ungewöhnlichen Eindruck machte, war ich grundsätzlich schon einmal recht entspannt. Dennoch störte mich etwas an der Platzwunde und deshalb wurde dann doch der Weg in die Ambulanz angetreten, wo letztlich nach ein paar Stunden die Wunde geklebt wurde. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir drei dann weniger produktiv und mehr spielend und kuschelnd. Und als derMax dann abends friedlich schlummernd im Bett lag, begann das nunmehr weniger entspannte Vorbereiten für die Feier am nächsten Tag. Mehr dazu hier!

Dazu zählte auch die Geburtstagstorte. Nachdem ich dann doch eher der bodenständige Typ Mensch bin und keine perfekt inszenierte Geburtstagsfeier im Sinn hatte, sollte die Torte auch homemade sein. Kochen und Backen kann ich. Grundsätzlich. Eigentlich sehr gut. Nur wenn der Wurm erst einmal drin ist, ist er drin. Und so entschied sich die Kochschokolade dazu eine neue Karriere als Knetmasse anzustreben. Die wunderbare Torte blieb also sitzen. Wunderbar. Mich persönlich stört das jetzt ja eigentlich nicht so. Aber wenn man sich einen fluffigen Tortenboden erwartet, ist man halt weniger begeistert wenn es der untere mittige Teil nicht ist. Ich ließ mich davon trotzdem nicht beirren, schnitt die Torte auseinander, um sie mit Marmelade zu bestreichen und natürlich ist es mir nicht mehr gelungen, die Torte wieder richtig zusammen zu setzen. Nein. Yay.. Also hatte ich nun eine sitzengebliebene und schiefe Torte und dachte mir: „Die Schokoglasur wird es schon irgendwie richten.“ Nein. Auch das passierte nicht. Die Glasur war nämlich, warum auch immer, zu wenig. Somit war die sitzengebliebene und schiefe Torte nun auch nicht komplett schokoglasiert. Nachdem mir nun die Rettungsversuche ausgingen. -Irgendwann um 22.30 Uhr soll das ja durchaus im Bereich des Möglichen liegen, beschloss ich erst einmal schlafen zu gehen. Am nächsten Tag besorgte ich dann mit dem besonders coolen Geburtstagskind lange Schokopralinen und bunte Schoko-Erdnuss-Drops und rettete die Optik der Torte dann dank Schleife doch noch irgendwie. HA!

Eigentlich bin ich jetzt am Ende stolz darauf, dass derMax von all dem Stress eigentlich nichts mitbekommen hat. Bis auf das Cut natürlich. Der Geburtstag selbst verlief also gemütlich und lustig. Wenn da nicht auch noch der Schnupfen zugeschlagen hätte, der denMax ein wenig ermatten ließ. Trotzdem hat er mit seinen Freunden „gespielt“, ließ sich unterhalten, königlich herumtragen und verließ dann rechtschaffend müde als Erster seine Feier. 😉 UND öffnete seine Geschenke erst am Tag danach. Achja! Und die Torte durfte er natürlich kosten. Er hat sie aber ausgespuckt. 😉

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